Verfasst von: mueslimuesli | 19. März , 2009

Pressemitteilung des JuBü

Ich könnten natürlich einen Artikel aus der PM machen – aber sie in gänze zu veröffentlichen erfüllt mindestens den selben Zweck.
Das Folgende ist *nicht* mein Artikel, sondern eine Pressemitteilung des Jugendbündnis gegen Rechts!

Update [19.03.09, 10:30 Uhr] – Das Tageblatt veröffentlicht eine „Aktuelle Meldung„, Sechs Vorstandsmitglieder der Jorker CDU legen ihr Amt wegen Rohbohm nieder!

„Das Jugendbündnis gegen Rechts begrüßt die gebotene Direktheit, mit der in weiten Teilen der Stader Öffentlichkeit Kritik an Herrn Rohbohm geübt wird. Diese scheint uns mehr als begründet. Die Lektüre der Rohbohmschen Artikels gegen den Bau eines muslimischen Gebetshauses sowie zum Anti-Islamisierungskongress in Köln, zur Beerdigung des Rechtspopulisten Jörg Haider sowie eine zweifelhafte Reportage über die ausländerfeindlichen Übergriffe in Mügeln bestätigen uns in unserer Position.

Weiterhin kam bei einer Internetrecherche heraus: Seit Bekanntwerden der Artikel in Tageblatt und Abendblatt bekommt Rohbohm für seine Tätigkeit und Agitation „Applaus“ von Rechtsextremist_innen aller Couleur.

Dies ist ihm sicher nicht persönlich zur Last zu legen, dennoch erfüllt es uns mit Unbehagen, dass unter den Symphatisant_innen auch bekennende Neonazis und NDP-Mitglieder sind, die nun zum Teil Eintrittsofferten in die „einzig wahre” konservative Partei aussprechen.

Die Äußerungen von Dr. Martina Krogmann, Hermann Krusemark und Elke Krog in den lokalen Medien haben uns positiv überrascht.

Jedoch dürfen Aufforderungen zur Abgrenzung vom „Rechten Rand“ keine bloßen Lippenbekenntnisse bleiben:
Die Abwahl Rohbohms als Fraktionschef ist ein Schritt in die richtige Richtung – reicht aber nicht aus. Jemand der für die CDU zu rechts, gar „braun“ ist, kann für die Lokalpolitik nicht weiter tragbar sein:

Er muss alle Parteiämter und Mandate zurückgeben – auch seine Posten im Kreistag Stade und Gemeinderat Jork.

In anderen Zusammenhängen fordert das Jugendbündnis ebenfalls, dass auf Worte Taten folgen. Wir erwarten, dass sich z.B. Dr. Krogmann nicht nur durch lautstarke Forderungen hervortut sondern in Zukunft unterstützend für antifaschistisches Engagement im Kreis Stade auftritt. Nur so können sie und Frau Krog klarstellen, dass es sich bei ihrer Haltung gegen Herrn Rohbohm nicht um innerparteiliche Schachzüge und „Postengeierei” handelt.

Die negative Darstellung des Jugendbündnis’ als undemokratische, extremistische Gruppe weisen wir entschiedenst zurück. Dass als Quelle für diese Aussage die Junge Union herhalten muss, erscheint höchst seltsam – haben wir doch nie mit einem ihrer Mitglieder Kontakt gehabt.

Wir würden es allerdings sehr begrüßen, wenn sich die Junge Union als solche, oder auch einzelne Mitglieder dem Jugendbündnis anschließen würden, da wir uns als partei- und spektrumübergreifende Organisation gegen Rechts verstehen und daher jede_n unabhängig von ihrer_seiner politischen Grundeinstellung bei uns herzlich willkommen heißen.

Wenn jedoch, so wie es jetzt der Fall ist, das Jugendbündnis von demokratischen Organisationen die sich der sog. „bürgerlichen Mitte“ zuordnen boykottiert wird, liegt eine tendenzielle „Linkslastigkeit” in der Natur der Sache.”


Antworten

  1. wieso haben sie die pm eig noch nich abgedruckt ? -.-

  2. Tja. Weder das Abendblatt, das mir einen Abdruck als LeserInnenbrief zusagte, noch das Tageblatt, das gar nicht reagierte, haben das bis heute in irgendeiner Weise erwähnt – und das obwohl es quasi eine Fortsetzung zu dem ist was bisher über uns Berichtet wurde und auch das Thema noch mehrmals wieder angeschnitten wurde – sehr schade.

  3. [...] der Stader CDU auf zu wischen: Damals stellte sie sich gegen den Rechts-Schreiberling Rohbohm, vor ein paar Wochen dann gegen die Einladung des NPD-Mann Adolf Damman durch den CDU-nahen [...]

  4. [...] Kohl zu beleidigen und dann sollen wir uns auch noch um Nazis kümmern?! Die gibt es doch bei uns gar nicht [...]


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